Konzentration fördern - Die 9 wichtigsten Tipps

Konzentration fördern ... ein großes Thema, nicht nur in der ergotherapeutischen Praxis. Viele Eltern sind besorgt, wenn die Schulzeit ihres Kindes beginnt, inwieweit die Konzentrationsspanne ausreicht, um im Unterricht "am Ball" zu bleiben. Besonders die Eltern von Jungen machen sich so ihre Sorgen ums still sitzen, gut zuhören und nicht ablenken lassen.

... und tatsächlich ist es mittlerweile so, dass es sehr vielen Kindern schwer fällt, die oben genannten Dinge im Unterricht zu tun. Dies kann natürlich sehr unterschiedliche Ursachen haben, auf die hier erst einmal nicht weiter eingegangen werden soll. Ob eine zusätzliche ergotherapeutische Förderung notwendig ist, muss von einem Arzt beurteilt werden. Dieser kann dann eine entsprechende Verordnung ausstellen. Einigen Kindern gelingt es jedoch bereits sich besser zu konzentrieren, wenn man einige Dinge beherzigt und Zuhause umsetzt.

In diesem kleinen Artikel möchten wir Ihnen einige Tipps an die Hand geben, wie Sie auf die Konzentrationsfahigkeit ihres Kindes positiv Einfluss nehmen können. Eine besondere und häufig genannte Belastung für Eltern und Kind sind vorallem die Hausaufgaben nach der Schule.

9 Tipps für Zuhause um die Konzentration zu fördern:

 

1. Grundlage für ausreichende Konzentrationsfähigkeit ist eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und ausreichend Schlaf.

2. Der richtige Arbeitsplatz ist der erste wichtige Schritt für konzentriertes Arbeiten Zuhause:

- Stuhl und Tisch sollten der Größe des Kindes angepasst sein

- die Füße dürfen nicht in der Luft baumeln

- ausreichend Licht und ein gut gelüftetes Zimmer helfen ebenfalls dabei

- alle Dinge die ablenken und nicht für die Hausaufgaben benötigt werden, sollten vom Tisch verschwinden

- ein Keilkissen auf dem Stuhl hilft einer aufrechten Sitzhaltung

3. Stellen Sie an Ihr Kind nicht zu hohe Anforderungen, die Konzentrationsfähigkeit von Kindern zwischen 5 und 7 Jahren beträgt gerade einmal 15 Minuten, das heißt für Sie und Ihr Kind bei großen Hausaufgaben- eine KLEINE Pause ist erwünscht ( diese sollte aber miteinander genutzt werden und nicht vor dem Fernseher)

4. Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Hausaufgaben durch und lassen Sie sich erklären, was die Aufgabe ist (viele Kinder geben gern an die Eltern ab). Damit ermöglichen Sie Ihrem Kind eine aktive Auseinandersetzung mit dem Ziel der Aufgabe und ggf. eine schnellere Bearbeitung.

5. Ärgern Sie sich nicht über Fehler die Ihr Kind macht. Es sollte lernen, dass man durchaus Fehler machen darf, da man jederzeit Fehler korrigieren kann. Wichtig ist es jede Aufgabe nach Beendigung zu kontrollieren, so können die Kinder selber eventuelle Fehler finden. Viele Kinder haben nicht gelernt positiv mit Fehlern umzugehen und haben dann bei Leistungskontrollen einen totalen Black-Out.

6. Erarbeiten Sie mir Ihrem Kind eine strukturierte Arbeitsweise, das heißt zum Beispiel:

- Aufgabe erst genau durchlesen, evt. wichtiges unterstreichen

- Aufgabenstellung vom Kind erklären lassen

- die Aufgaben der Reihe nach bearbeiten

- nach jeder Aufgabe kontrollieren

7. Fordern Sie Ihr Kind auf, seine Aufgaben mit lautem Denken zu begleiten, so erfahren auch Sie die Vorgehensweise Ihres Kindes und können ggf. Hilfestellungen geben.

8. Kinder freuen sich über ein Lob! Man sagt auch, einmal schimpfen= viermal loben. Sagen Sie Ihrem Kind sofort wenn es etwas gut gemacht hat.

9. Übertragen Sie Ihrem Kind kleinere häusliche Aufgaben (Tisch decken, Wäsche zusammenlegen, gemeinsam kochen) das fordert eine Menge Konzentration, macht Kindern viel Spaß und fördert das Selbstbewusstsein.

 

Bei diagnostiziertem ADS/ADHS oder zusätzlichen Defiziten kann Sie und Ihr Kind die ergotherapeutische Behandlung weiter begleiten und unterstützen. Für weitere Fragen rufen Sie uns an oder schreiben uns eine E-mail.

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